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Federrupfen

Federrupfen ist ein Krankheitsbild, das häufig bei Papageien und Sittichen auftritt. Gründe dafür sind überwiegend in der Psyche der Tiere zu suchen. Entweder fehlt ihnen die menschliche Bezugsperson, der Vogelpartner oder es ist die generelle Langeweile im Zuhause. Einige Erkenntnisse lassen überdies darauf schließen, dass Bewegungsmangel, das fehlen von Vitaminen und Mineralien oder eine überwiegend einseitige Ernährung als Ursachen in Frage kommen. In einigen Fällen wurde ferner ein Zusammenhang mit der Kürzung der Schwungfedern festgestellt. Diese Kürzung wird dann vorgenommen, wenn Papageien frei beweglich im Haus umherwandern dürfen, allerdings ein Wegfliegen vermieden werden will.

Beim Rupfen selbst geht der Vogel soweit, dass er vor einer Selbstverstümmelung nicht mehr zurückschreckt. Ein Federn rupfen, bis die Hautoberfläche blutig ist, ist nicht selten zu beobachten. Manche Vögel werden sogar zur Federfressern. In vielen Fällen ist diese Krankheit leider nicht mehr heilbar. Gute Erfolge wurden bisher mit einer erhöhten Gabe des fettlöslichen Vitamins K1 erzielt.

Ein anderes Krankheitsbild des Gefieders ist überwiegend beim Wellensittich anzutreffen. Der so genannte Featherduster zeigt anormale Federstrukturen auf. Hierbei wachsen die Federn unkontrolliert lang weiter und der Vogel wird flugunfähig. Gleichzeitig bekommt er Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme und sonstige Krankheitserscheinungen (z.B. überlange Krallen). Featherduster sind bereits als Jungvögel erkennbar und vielfach werden diese Missbildungen frühzeitig eingeschläfert, da eine Heilung nicht möglich ist.