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Milben

Bei den Milben wird zwischen der roten Vogelmilbe und der nordischen Vogelmilbe unterschieden. Beides sind blutsaugende Parasiten, die den Vögeln stark zu schaffen machen. Sie sind kleiner als einen Millimeter und vom menschlichen Augen kaum zu erfassen. Erst durch die Blutaufnahme vergrößern sie ihren fast durchsichtigen Körperbau. Festzustellen ist Milbenbefall, in dem man die Sitzstangen mit einem weißen Tuch abwischt, das dann eindeutige Blutspuren aufweist.

Neben den Vögeln können sie auch andere Säugetiere und Menschen befallen. Dabei übertragen sie teils gefährliche Viren sowie Bakterien und Parasiten. In der Regel ist starker Juckreiz ein Anzeichen für Milbenbefall. Bei Jungvögeln und geschwächten Tieren kann die Milbe zum Tode führen. Ganz gefährlich sind zudem die Luftsackmilben, die einen Erstickungstod bei den Vögeln verursachen.

Milben vermehren sich über die Eiablage und können somit lange Zeiten ohne Nahrungsaufnahme (Blut saugen) existieren. Vor allem bei Wärme befallen die Milben ihre Wirtstiere, da sie unter 10°C nur wenig Aktivität entwickeln. Während die rote Vogelmilbe ausschließlich nachts zuschlägt, ist die nordische Milbe zusätzlich noch am Tage aktiv.

Um einen Milbenbefall schnell in den Griff zu bekommen, müssen Vögel und Käfiganlagen penibel genau desinfiziert werden. Die Tiere selbst können mit speziellem Milbenpulver oder einer Art Impfung behandelt werden. Die Prozedur sollte nach einiger Zeit nochmals wiederholt werden, damit der Vogelhalter sicher sein kann, wirklich alle Eier der Milbe vernichtet zu haben.