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Brutapparate

Brutapparate werden hauptsächliche für die kommerzielle Aufzucht benutzt. Bei Rassegeflügel ist es üblich, die Eier in einem Brutapparat ausbrüten zu lassen. Viele Bauern oder Geflügelhöfe besitzen innerhalb ihrer Stallungen sogar mehrere solcher Geräte. Nur so ist gewährleistet, dass genügend Nutztiere am Markt erhältlich sind. Ein absolutes Muss hat sich hier bei Gänsen und Enten herauskristallisiert.

Idealer Weise legt man die Eier gleich nach dem Legen in den Brutapparat. Dort müssen sie dann regelmäßig gewendet werden, insofern dies nicht automatisch geschieht. Kennzeichnet man die Eier vorab mit einem Stift, kann man später noch nachvollziehen, von welcher Henne das Ei abstammt. Zumal dann, wenn unterschiedliche Vogelarten in einem Brutapparat schlüpfen. Gleichzeitig ist es möglich, den Schlupftermin festzustellen, wenn die Eier an unterschiedlichen Tagen hineingelegt werden.

Nach wenigen Tagen kann überprüft werden, ob die Eier befruchtet sind. Die geschieht in der Regel mittels durchleuchten. Aber auch während der Brutphase können die Embryonen absterben. Deshalb muss der Vogelhalter ständig die Eier kontrollieren.

Wichtig in einem Brutapparat ist überdies eine bestimmte Höhe der Luftfeuchtigkeit, damit die Eier aufgrund der Wärme nicht austrocknen. Als Faustregel kann von 50% Luftfeuchtigkeit bei einer Durchschnittstemperatur von 38 °C ausgegangen werden. Zum Ende der Brutphase kann die Luftfeuchtigkeit auf bis zu 65 % gesteigert werden.

In einigen Fällen müssen die Geräte von Hand belüftet werden. Genügend Sauerstoff ist von großer Bedeutung, da dieser durch die Eierschalen dringen muss. Und während des Schlüpfens benötigen die Küken sogar eine erhöhte Menge an frischem Sauerstoff. Befreit es sich dann mit seinem so genannten Eizahn aus der Schale, ist es am Ende des Vorgangs völlig erschöpft. Hierbei gilt es, die Küken in gleichmäßigen Abständen zu beobachten. Denn sobald der Flaum getrocknet ist, müssen die Jungen dem Brutapparat entnommen werden. Sie sollten dann in einem warmen Raum mit einer Temperatur von in etwa 30 – 35 °C gebracht werden. Eine Wärmelampe und spezielles Aufzuchtsfutter sorgt in den nächsten Tagen für ein wohlbehütetes Aufwachsen.