Nymphensittich

Nymphensittich

Die Heimat des Nymphensittichs ist Australien, wo er zu den Papageienarten, genauer gesagt den Kakadus, zählt. Obwohl er oft in der Käfighaltung sehr laut erscheint, wird er trotzdem gerne als Haustier gehalten. Sei es zum Einen wegen seinem trolligen Verhalten und zum Anderen wegen seiner robusten Art.

Nymphensittich – Charakter und Haltung

Auch passen sich Nymphensittiche leicht an die Menschen an und sind wenig scheu. Vor allem dann, wenn man sie bereits als Jungtiere im Haushalt aufnimmt. Wobei hier mindestens ein Alter von 12 Wochen empfehlenswert erscheint.

Nymphensittiche brauchen generell einen geräumigeren Papageienkäfig, der gerne mit allerlei Beschäftigungsgerätschaft ausgestattet sein darf. Ferner gilt zu beachten, dass sie beim Freiflug schnell an Möbelstücken oder ähnlichem, aufgrund ihres ausgeprägten Spieltriebs, Schaden durch beispielsweise knabbern anrichten können. Deshalb sollte man die Tiere im Freigang nicht ohne Aufsicht lassen.

Ernährung

  • Der Nymphensittich ernährt sich gerne von einer Großsittichfuttermischung, die jedoch nicht allzu viel Sonnenblumenkerne enthalten sollte. Sonnenblumenkerne setzen generell bei allen Vogelarten schnell Fett an.
  • Ebenso mag der Nymphensittich gerne ökologisch angebaute Rohkost und Obst.
  • Eine besondere Delikatesse stellen getrocknete Garnelen dar. Hält man zudem für die Vögel frische Äste bereit, können sie daran Schnabel und Beine wetzen und gleichzeitig ihren Spieltrieb befriedigen.
  • Besonders hierfür geeignet sind frische Weidenzweige.

Zucht und Pflege des Nymphensittichs

In der Zucht scheint der Nymphensittich problemlos. Gerne nimmt er vom Züchter speziell angebotene Holzkobel an und zieht zuverlässig seine Nachkommen auf.

  1. Wichtig ist dabei nur, dass ausreichend Eifutter, Keimfutter sowie Kolbenhirse zur Verfügung steht.
  2. Die Jungvögel unterliegen wie alle Papageien– und Sitticharten der Beringungspflicht.
  3. Der amtlich anerkannte Ring ist gleichzeitig Erkennungsmerkmal seiner züchterischen Herkunft.

Inzwischen ist der Nymphensittich in zahlreichen Mutationen erhältlich. Während der graue Nymphensittich noch annähernd der Wildform gleicht, sind weiße, geperlte oder zimtartige Vögel im Sichtbild exotisch anmutend. In der Heimtierhaltung beliebt ist überwiegend der gescheckte Nymphensittich.

Will man sich einen Nymphensittich anschaffen, sollte man vorher ein ausführliches Gespräch mit einem Züchter führen, der sämtliche Verhaltensregeln der Tiere aufzeigt. Schließlich werden die Tiere durchschnittlich bis zu 20 Jahre alt, was überdies einen wichtigen Faktor darstellt.

 

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Nymphensittich zähmen

Das Zähmen der Nymphensittiche erfordert Geduld und Vertrauen. Zu Beginn sollte für Ruhe gesorgt werden, die Nymphensittiche dürfen jedoch nicht vollständig vom Alltag abgeschirmt werden. Zeigen die Vögel Angst vor diverse Alltagssituationen, gilt es Ruhe zu bewahren, um dieses Verhalten nicht noch weiter zu bestärken.

Voraussetzungen für das Zähmen sind zusätzliche Artgenossen, am besten in ausgeglichenem Geschlechterverhältnis. Aber auch Ruhe und Empathie, denn Nymphensittiche können auf hektische Bewegungen sensibel reagieren.

Des Weiteren muss eine artgerechte Umgebung gegeben sein, in der sich die Vögel wohl fühlen. Der Tagesablauf ist möglichst geregelt, die Nymphensittiche müssen einem sich wiederholenden Tagesablauf folgen können.

Vertrauensbrüche müssen zudem vermieden werden, um mühsam erkämpftes Vertrauen nicht wieder zu verlieren. Zur Zähmung eignet sich Clickertraining oder Handaufzucht am besten. Aggressive Methoden wie der Entzug von Futter oder das Stützen der Flügel, um einen Flug zu verhindern sollten Sie nicht in Erwägung ziehen.