Aalschnur auslegen

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Das Aalschnur auslegen ist eine gängige Methode zum Fangen von Aalen. Bei einer Aalschnur handelt es sich um ein Angelgerät, welches dem Namen entsprechend vor allem für den Fang von Aalen eingesetzt wird. Eine Aalschnur ist eine Reihenangel, welche aus einer Hauptschnur und einer Vielzahl von Mundschnüren besteht.

Aalschnur – Gute Methode für Aalfang?

Die Mundschnüre sind meist zwischen 30-40 cm lang, mit Haken versehen und in Abständen von circa 2 m an der Hauptschnur befestigt. An den Haken der Mundschnüre werden Köder befestigt, um die Aale zum Anbeißen zu motivieren. Aalschnüre gelten als passives Angelgerät – da der Angler nicht aktiv am Fang beteiligt ist – und werden vor allem nachts genutzt.

Für gewöhnlich werden sie abends mit Ködern bestückt und anschließend ausgelegt, mit Gewichten und Schwimmern wird die Position markiert und dafür gesorgt, dass die ausgelegte Aalschnur an Ort und Stelle verbleibt. Am nächsten Tag wird die Aalschnur auf erfolgreich gefangene Tiere kontrolliert. Als Köder werden vor allem Regenwürmer und kleine Fischarten genutzt. Beim Aalschnur Auslegen müssen folgende Dinge beachtet werden.

In der Berufsfischerei werden Aalschnüre heute nur noch selten eingesetzt, früher waren sie allerdings eine durchaus beliebte Fangmethode für Aale. In den 50er Jahren wurde jedoch festgestellt, dass der Ertrag im Durchschnitt gerade einmal 0,7 kg Aal auf 100 ausgelegten Haken beträgt. Hierfür war der Personalaufwand in der Berufsfischerei zu hoch, sodass mittlerweile vorzugsweise andere Fangmethoden eingesetzt werden.

Zudem ist mittlerweile bekannt, dass der Aalfang mithilfe von Haken dafür sorgt, dass die Aale schlechter in sogenannten Hältern – tragbare Behälter, in denen Fische vorübergehend im Wasser gehalten werden – aufbewahrt werden können. Wer ganz einfach eine Aalschnur auslegen will, sollte darauf achten, dass keine Haken verknotet sind.

Im privaten Bereich ist das Auslegen einer Aalschnur in Bezug auf Aufwand und zu erwartenden Betrag schon eher sinnvoll. Zudem ist der Aalfang vor allem in der Nacht am ertragreichsten, jedoch möchten viele Hobbyangler ihre Nächte nicht für den Aalfang opfern. Mit Verwendung der Aalschnur ist dies nicht nötig, da man nach dem Auslegen nicht mehr selbst vor Ort bleiben muss.

 

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Aalschnur erlaubt?

Der Aalfang mit Aalschnüren ist in vielen Ländern verboten bzw. ausschließlich Berufsfischern vorbehalten. Die genauen Regelungen hierzu schwanken von Land zu Land, teilweise auch je nach Bundesland. Vor Einsatz einer Aalschnur sollte man sich deshalb über die jeweiligen lokalen Bestimmungen informieren. Auch das Verbot der Verwendung von lebenden Ködern greift hier oft.

Zudem birgt die Verwendung einer Aalschnur die Gefahr von ungeplantem Beifang. So können auch andere Fische wie Hechte und weitere Raubfische mit den Haken gefangen werden.

Ein weiterer Grund für das häufige Verbot ist die starke Gefährdung des europäischen Aals. Während der europäische Aal früher in großen Mengen in Flüssen auftrat, gilt er seit Jahren infolge von Parasiten und steigender Wasserverschmutzung als vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste für gefährdete Tierarten.

Aalschnur – Alternative Methoden für Aalfang

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Es gibt einige Alternativen zur Aalschnur. Viele dieser Methoden sind jedoch entweder ebenfalls nicht mehr erlaubt oder werden eher in der Berufsfischerei eingesetzt, da sie für Hobbyangler und -Fischer entweder untersagt oder zu aufwendig sind.

Aalgreifen: Aalfang mit der bloßen Hand, wurde früher – als die Aaldichte höher war – gerne eingesetzt, heute jedoch nahezu ertragslos.

Aalstechen: Das Fangen von Aalen mithilfe von Speeren und ähnlichen Hilfsmitteln – heute aufgrund des stark dezimierten Aalvorkommens nicht mehr sinnvoll.

Aaleisen: Aaleisen werden vom Boot aus eingesetzt, diese Methode hat jedoch den Nebeneffekt, dass viele junge Aale nicht gefangen, aber tödlich verletzt wurden – heute nicht mehr erlaubt.

Aalpuppen: Aalpuppen sind schwimmende Bündel aus Binsen, an denen mit Schnüren Haken befestigt wurden. Diese Bündel ließ man nachts mit Ködern bestückt über das Revier von Aalen schwimmen, die Methode ähnelt der Aalschnur und ist heutzutage ebenso untersagt.

Grundsätzlich gibt es heute so gut wie keine sinnvolle Variante für den Aalfang im privaten Bereich. Zudem sind aufgrund der Gefährdung des europäischen Aals auch die sanften Fangmethoden untersagt.

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Aalschnur auslegen

Aalschnüre gibt es in verschiedenen Ausführungen, sie sind standardmäßig mit zehn oder zwanzig stabilen Haken erhältlich. Jeder Haken wird mit einem Köder bestückt.

Als Köder für die Aalschnur eignen sich:

  • Maden
  • Würmer
  • Fischfetzen
  • Leber
  • Herz
  • Krabben
  • Muschelfleisch

Man sollte eine möglichst vielseitige Köderauswahl treffen, da man im Vorfeld nicht weiß, welche Köder an diesem Tag besonders angenommen werden. Eine größere Auswahl erhöht die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Fangs. Vor allem die ausgefalleneren Köder wie Leber oder Krabben eignen sich, da diese meist nicht von anderen Fischen gefressen werden.

Somit wird unerwünschter Beifang vermieden und man hat eine höhere Erfolgschance für einen möglichst ertragreichen Aalfang. Köder wie Fischfetzen von Hering oder Makrele hingegen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, auch Zander als Beifang zu erhalten.

Die Aalschnur wird abends ausgelegt und mit Gewichten und Schwimmern befestigt, sowie zugleich ihre Position markiert. Dort verbleibt sie über Nacht und wird am frühen Morgen wieder eingeholt.

Wenn man nicht möchte, dass die Aalschnur entdeckt wird, ist es ratsam, etwas tiefer die Aalschnur auszulegen und mit einem Stab unter Wasser anzubinden.