Wühlmausgitter

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Wenn der Frühling erwacht, tun das auch die Wühlmäuse. Während diese Nager äußerst niedlich aussehen, sind sie eine Plage für jeden Garten. Den meisten Schaden richten sie mit den Erdhaufen an, welche sie verwenden um in ihre unterirdischen Behausungen zu gelangen.

Jedoch sind Mäusehaustüren nicht sonderlich ästhetisch. Darüber hinaus schaden sie beim Buddeln ihres Gängesystems Pflanzen, da hierbei oft Wurzeln zu Schaden kommen. Im Gegensatz zu Maulwürfen, die ebenso lästige Erdhäufchen verursachen, unterliegen sie nicht der Bundesartenschutzverordnung und dürfen getötet werden. Wenn dies einem zu brutal ist, kann man sie entweder ganz einfach vertreiben, oder mit Hilfe von Wühlmausgittern deren Einnistung verhindern.

Verwendung von Wühlmausgittern

Wühlmausgitter werden eingesetzt, um das Eindringen von Wühlmäusen von vornherein zu unterbinden. Dieses Gitter wird beim Einpflanzen zu einem Korb zusammengeknüpft und mit der Pflanze in den Boden gesetzt.

Dieser sehr feine Maschendrahtzaun sorgt dafür, dass Wühlmäuse nicht hindurch gelangen und die Wurzeln somit verschont bleiben. Wühlmausgitter finden bei folgenden Pflanzenarten Verwendung:

  • Hochbeete
  • Bäume, primär Obstbäume
  • Zwiebelblumen, wie Tulpen, Dahlien oder Ähnliches
  • Kartoffeln, Sellerie und anderes Wurzelgemüse

Je nachdem, was gepflanzt wird, gibt es unterschiedliche Dinge, die man beachten sollte. Die Verwendung von Wühlmausgittern ist je nach Pflanzenart mit Risiken verbunden. Man braucht für sämtliche Pflanzvorgänge eine Drahtschere, dicke Handschuhe, um Verletzungen vorzubeugen und die passende Drahtsorte.

Wühlmausschutz-Gitter für Zwiebelblumen

Bei Tulpen und anderen Blumenzwiebeln empfiehlt es sich kleine Körbe aus dem Schutzgitter zu machen. Hierbei empfiehlt es sich aus dem Draht einen Würfel zu formen, die Blumen einzusetzen und diese Kombination schließlich in die Erde zu pflanzen.

 

Es sollte darauf geachtet werden, dass genug Draht vorhanden ist, um die Reste überirdisch umzubiegen, damit die Pflanze auch dort geschützt ist. Es besteht auch kein Anlass zur Sorge, dass die Blumen aufgrund von Platzmangel verkümmern.

Man sollte selbstverständlich darauf achten, dass die Wurzeln genug Platz haben. Andererseits benötigen die Wurzeln von Zwiebelblumen generell nicht allzu viel Platz, da ihre Wurzeläste in der Regel sehr dünn und relativ kurz sind.

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Wühlmausgitter für Obstbäume

Während hier das Prozedere ähnlich ist wie bei Blumenzwiebeln, muss man doch einige Dinge beachten. Immerhin sind Obstbäume eine kostspielige Anschaffung, weshalb man diese besonders gut hüten will. Vor allem Apfelbäume sind sehr anfällig für Wühlmäuse. Hierbei sollten folgende Dinge beachtet werden:

  • Woraus besteht mein Boden? Dies ist wichtig, um sich für die Drahtsorte zu entscheiden. Lehmiger Boden sollte nicht mit verzinktem Maschendraht in Berührung kommen, da sich das Metall eher auflöst.
  • Ist das Gitter dick genug? Wenn die Drähte zu dünn sind, ist es für Wühlmäuse ein Kinderspiel sich durchzunagen.
  • Wie lange muss mein Baum geschützt werden? Sind die Wurzeln bereits recht robust, oder braucht das noch ein paar Jahre?

In der Regel lohnt es sich ein Wühlmausgitter mit einem Durchmesser von bis zu einem Meter sowie einer Tiefe von ca. 80cm zu machen. Dies stellt sicher, dass die Wurzeln genug Platz haben und nicht verkümmern. Wenn ein Baum gestützt werden soll, muss man den Stützpfeiler schräg am Wühlmausschutz-Gitter vorbei schlagen.

Auch sollte der Pflanzkorb keine Löcher haben, da die Mäuse diese finden und so trotzdem zu den Wurzeln gelangen. Das Gitter sollte einige Zentimeter über den Boden reichen, damit der Baum auch hier geschützt wird.

Bei Wühlmausgittern für Hochbeete und Wurzelgemüse zählen die selben Regeln. Besonders wichtig ist, dass das Gitter gut verbunden ist und keine Löcher hat. Sollte dies nicht der Fall sein, wird es die Wühlmäuse nicht abschrecken!

Verzinkte Wühlmausgitter notwendig?

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Man ist bei der Recherche garantiert schon auf verzinkte und unverzinkte Wühlmausschutz-Gitter gestoßen und fragt sich, wo überhaupt der Unterschied liegt. Es gibt hier einige Einzelheiten. Der größte Unterschied ist hierbei, dass unverzinkte Wühlmausgitter, im Gegensatz zu verzinktem Maschendraht, Gefahr laufen zu rosten.

Verzinkte Wühlmausgitter haben jedoch den Nachteil, dass sie Zink an den Boden abgeben. Es ist zwar schwierig an dem Spurenelement überzudosieren. Manchmal kann es jedoch vorkommen, dass gewisse Nutzpflanzen Zink aufnehmen. Dies kann dann durch die Nahrungsmittelaufnahme in den menschlichen Körper gelangen. Empfindliche Menschen sollten hierbei vorsichtig sein.

Das Hauptrisiko von verzinkten Wühlmausgittern ist die Tatsache, dass der Stoff die Eisenaufnahme in Bäumen beeinträchtigen kann. Ein Plastikgitter ist jedoch absolut nicht empfehlenswert.

Neben der Tatsache, dass diese kein Hindernis für Wühlmäuse darstellen, weil sie wenige Minuten brauchen, um das Gitter mit ihren kleinen Zähnen durchzukauen. Darüber hinaus lässt sich Plastik nur sehr schwer aus dem Boden entfernen und hinterlässt Splitter und Rückstände, welche die Umwelt auf Dauer belasten.

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Alternativen zu Wühlmausgittern

Während es weitere Möglichkeiten gibt, um Wühlmäuse loszuwerden, eignen sich die Gitter am besten. Wenn die Pflanzen jedoch schon im Boden sind und eine erneute Aushebung nicht möglich ist, gibt es einige Alternativen.

  1. Zum einen gibt es verschiedene Arten von Fallen.
  2. Am beliebtesten sind hierbei Kastenfallen, da sie sehr effektiv sind und man nicht Gefahr läuft, versehentlich einen Maulwurf zu fangen.
  3. Diese stehen nämlich unter Artenschutz.
  4. Sie sind eine effiziente und akute Lösung, halten die Schädlinge jedoch nicht langfristig fern.

Giftköder sind zwar effizient, haben aber den Nachteil, dass man danach Mäuseleichen loswerden muss. Darüber hinaus kann das Gift von anderen Tieren wie Katzen gefressen werden und diesen Schaden. Außerdem ist dies ebenso keine langfristige Lösung.

Die letzte Methode sind Nützlinge. Hierbei kann man sich entweder eine jagdbegeisterte Freigängerkatze zulegen oder ein einladendes Heim für einen ihre Fressfeinde bauen. Hierbei eignen sich Mäusebussarde, Mauswiesel, Hermeline oder weitere Tiere.

Wichtige Hinweise

Wühlmausgitter sind zwar teuer in der Anschaffung, haben aber den Vorteil, dass sie die humanste Lösung gegen einen Befall sind. Man kann hier getrost auf Giftköder, welche im schlimmsten Fall andere Tiere erwischen, verzichten.

Darüber hinaus muss man keine Bussarde, Eulen oder Marder in seinen Garten einladen, damit diese sich um die Schädlingsbekämpfung kümmern. Die Gitter halten einige Jahre und vor allem Obstbäume können sich ab einem gewissen Alter und einer entsprechenden Wurzeldicke problemlos selbst schützen.

Sie sind also alles in einem der langfristigste und einfachste Schutz gegen die lästigen Nager. Auch ist dies die nachhaltigste Methode, da vor allem Eisen irgendwann einfach zerfällt und den Boden nicht belastet.

Man sollte jedoch bei der Installation stets darauf achten, dass man dicke Gartenhandschuhe trägt, da man sich sehr einfach am Draht verletzen kann.