Leguan als Haustier halten

Leguane als Haustier halten sollte immer in einem Terrarium mit Baumstämmen geschehen

Leguane zählen zur Ordnung der Schuppenkriechtiere oder auch Squamata genannt. Diese sind allgemein sehr beliebt unter den Fans von Amphibien oder Schlangentieren. Gehalten werden sie in Terrarien, wo sie als Ziertiere genutzt werden. Zwar ist es möglich eine Verbindung zu den Tieren aufzubauen, jedoch wird das überraschend selten wirklich getan.

Generell kann man aber sagen, dass es sich bei Leguanen um sehr gute und vergleichsweise pflegeleichte Haustiere handelt, die fast jeder problemlos halten kann. Es gibt einige Dinge, die beim Halten eines Leguans beachtet werden sollten, welche allerdings sehr leicht zu erlernen sind.

Aussehen und Besonderheiten von Leguanen als Haustier

Leguane sind Schuppenkriechtiere und unterscheiden sich je nach Rasse sehr stark voneinander. Die Länge der Tiere kann zum Beispiel von 14cm bis zu 2m reichen. Diese Länge unterscheidet sich von Art zu Art. Die Gemeinsamkeit von Leguanen liegt darin, dass ihr Schwanz in der Regel deutlich länger ist als der gesamte Rest des Körpers.

Eine weitere Besonderheit von Leguanen ist der Kopf, welcher meist mit Schuppenkämmen oder einer Kehlwamme ausgestattet ist. Diese sind bei den männlichen Tieren stärker sichtbar, als bei den Weibchen. An diesem Merkmal lässt sich also oft auch feststellen, zu welchem Geschlecht der Leguan gehört.

Die wahrscheinlich interessanteste besondere Eigenschaft von Leguanen ist jedoch ihr drittes Auge, welches auch Scheitelauge genannt wird. Wie man vom Namen bereits erahnen kann befindet sich dieses Auge am Scheitel der Tiere. Es sieht aus wie eine Schuppe, ist aber ein Auge, welches dabei hilft Helligkeiten wahrzunehmen.

Was fressen Leguane?

Leguan als Haustier halten ist unter den richtigen Bedingungen möglich

Die Nahrung von Leguanen, die im Terrarium gehalten werden ist vergleichsweise Simpel. Die Pflanzenfresse ernähren sich primär von Blättern und Salaten. Das Ganze sollte ein- bis zweimal am Tag verfüttert werden. Ein kleiner Teil des Essens, welcher von vielen als etwa 5% bemessen wird, sollte aus Obst oder Gemüse bestehen, um dem Leguan die notwendigen Vitamine zu geben.

Hierbei ist es wichtig sich ausreichend zu informieren, damit man dem Leguan nicht zu viel oder zu wenig Vitamine gibt. Sowohl eine Über-, als auch eine Unterdosierung kann dem Tier nachhaltig schaden und sollte somit immer vermieden werden. Für die optimale Ernährung sollte man in einem entsprechenden Fachgeschäft erfragen, wie man das Futter des Leguans richtig dosieren sollte.

Außerdem ist es essentiell dem Leguan täglich neues und frisches Wasser zu geben. Im Optimalfall stellt man dem Terrariumstier nicht nur einen Wassernapf zum Trinken zur Verfügung, sondern auch eine Bademöglichkeit. Leguane lieben Wasser dementsprechend sollte immer genügend davon im Terrarium enthalten sein, damit das Tier trinken und je nach Laune auch baden kann.

Wie baut man eine Bindung zum Leguan auf?

Generell ist es durchaus möglich eine Bindung zu einem Leguan aufzubauen, jedoch muss hier gesagt sein, dass es sich dabei um einen langsamen Prozess handelt, welcher mit viel Geduld verbunden ist. Um schnellstmöglich eine gute Beziehung zum Leguan aufzubauen sollte man folgendermaßen vorgehen:

 
  • Zunächst langsame Annäherungsversuche starten, indem man den Leguan aus der Hand füttert
  • Nun kann das Tier langsam berührt werden
  • Sobald das Tier vorsichtige Berührungen annimmt, kann man versuchen es intensiver zu streicheln
  • Dem Tier muss regelmäßig (am besten täglich) Aufmerksamkeit geschenkt werden
  • Kommt eine Bindung zum Leguan zustande, so kann er sogar gehoben und gehalten werden

Bei all diesen Methoden zum Aufbauen einer Beziehung muss man immer vorsichtig sein, da Leguane allgemein sehr schnell erschrecken oder verängstig werden, sobald man sich mit ruckartigen Bewegungen annähert. Geht man jedoch langsam und mit einem gewissen Taktgefühl vor, so kann schnell eine sehr innige Beziehung zum eigenen Schuppenkriechtier aufgebaut werden.

Was ist beim Terrarium für den Leguan zu beachten?

Generell werden Leguane meist in einem Terrarium gehalten, sofern es nicht möglich ist ihnen einen eigenen Raum einzurichten. Ist es nicht möglich ihnen einen eigenen Raum einzurichten, so ist es wichtig, dass der Leguan eine hohe Erdschicht im Terrarium hat, in welcher er graben kann. Des Weiteren kann man Pflanzen als Dekoration nutzen, die die Leguane zudem auch als Snacks nutzen können.

Leguane sind bekannt dafür gerne zu klettern. Deswegen ist es empfehlenswert ein Terrarium zu erwerben, welches deutlich höher ist, als es breit ist. In einem eigenen Raum sollte dieser Punkt kein Problem darstellen. Zum Klettern sind Äste und Stämme essentiell und sollten immer im Terrarium untergebracht werden.

Auch ein Wasserbecken ist sehr wichtig für die Tiere, um sich zu baden, falls die das wollen. Zudem dient das Becken auch zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit. Am wichtigsten im Terrarium sind allerdings die Geräte, die im Terrarium vorhanden sein müssen. Diese sind unabdingbar für die Beleuchtung, die präzise Regulierung der Luftfeuchtigkeit und vor allem für die Anpassung der Temperatur.

Kann man Leguane einzeln halten?

Die Frage, ob man Leguane als Haustiere einzeln halten kann wird sehr häufig gestellt. Es handelt sich bei der Frage nach dem können um eine falsche Prioritätensetzung. Selbstredend kann man durchaus einen Leguan alleine halten, allerdings geht dies gegen jede Empfehlung. Hält man das Tier alleine, so braucht es eine Menge Aufmerksamkeit, welche man ihm als eine Einzelperson fast nicht geben kann.

Dementsprechend wird empfohlen, dass man mindestens zwei Leguane hält. Im Optimalfall sind diese dann auch männlich und weiblich. Hierdurch ist allgemein die Laune der Tiere deutlich besser und die Haltung wird für alle beteiligten deutlich angenehmer ablaufen.