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Wels

Der Wels gehört zu den größten Fischarten in den Binnengewässern Europas. Er lebt in ruhigen oder nur schwach fließenden Gewässern. Gern versteckt er sich gern bei abgesunkenen Bäumen oder zwischen Wasserpflanzen. Häufig gräbt er sich auch in den Schlamm, um von seiner Beute nicht entdeckt zu werden. Er gehört zu den nachtaktiven Tieren und beginnt seine Jagd in den Abendstunden. Der Tast- und Geruchssinn des Welses ist überdurchschnittlich gut ausgeprägt, unterstützend wirken hierbei die Barteln, die er ums Maul trägt.

Der Wels ist hauptsächlich in Mittel- und Osteuropa verbreitet, teilweise auch in Westasien. Man findet ihn jedoch vereinzelt auch in anderen Ländern Europas, so zum Beispiel in Spanien, Großbritannien und Italien. Sein Bestand gilt in Europa als gefährdet. Als Ursachen dafür gelten die starke Verbauung der Gewässer und die Tatsache, dass Seitenarme von Flüssen mehr und mehr abgeschnitten werden. Dadurch verliert der Wels wichtige Laichbiotope.

Im Winter ziehen sich die Welse in tiefer gelegene Bereiche der Gewässer zurück. Dort, nahe am Boden, fallen sie bei 4 bis 7 Grad Celsius Wassertemperatur in einen Winterschlaf. Zur Nahrung der Welse gehören Schnecken, Krebse, Insekten und Fische. Größere Exemplare ernähren sich außerdem von Vögeln, Mäusen, Ratten und Fröschen.

Welse können vor allem in Osteuropa enorm groß werden, bis zu zwei, bisweilen sogar drei Meter Länge sind möglich. Diese Riesenfische leben nur als Einzelgänger.