Katzenfutter selber machen

BARF steht für biologisch artgerechtes rohes Futter. Das sogenannte BARFEN stellt eine Alternative zu der Gabe von industriell hergestelltem und verpacktem Futter dar. Zudem wird hier anders als bei dem Fertigfutter aus dem Handel rohes Fleisch verfüttert.

Selbstgemachtes Katzenfutter

Die Befürworter dieser Fütterungsmethode gehen davon aus, dass Katzen und auch Hunde nur dann artgerecht ernährt werden, wenn sie wie in der freien Natur rohes Fleisch zu fressen bekommen.

Dieses vermeidet ihrer Ansicht nach viele Krankheiten und macht die Tiere robuster und wiederstandsfähiger. Rohes Fleisch enthält zudem die Nährstoffe in unveränderter Form. Beim Garen hingegen gehen viele dieser Nährstoffe verloren oder werden verändert.

Katzenfutter selber machen: Grundrezept

Rohes Herz, Lamm und Geflügel oder Rind sollten zuerst vom Fett befreit werden. Zudem sollte Leber nur in geringen Mengen gefüttert werden, da diese abführend wirken kann. Nieren aufgrund der Giftstoffe garnicht roh füttern.

  • 1 Teil Maisgrieß, Hafer oder Reis und etwas klein geschnittenes Gemüse wie Karotten, Erbsen oder Spinat weich garen.
  • Eine Würzung ist nicht notwendig. Dies wird dann gut vermischt – 100 bis 200 g Hühnchen oder Rind werden anschließend zum Garwasser hinzugefügt, es kann aber auch vor dem Servieren untergemischt werden.
  • Am Ende kann das Futter noch mit einer Mineralstoff-Vitamin-Mischung versetzt werden.

Barfen

Bei BARFEN von Katzen sollte man allerdings unbedingt beachten, dass kein rohes Geflügel- und Schweinfleisch verfüttert werden darf. Geflügelfleisch könnte die Katzen mit Salmonellen infizieren und Schweinefleisch kann unter Umständen das Aujeszky-Virus enthalten, welches zwar für den Menschen ungefährlich ist, bei Katzen durch Gehirn- und Rückenmarksentzündungen allerdings zum Tode führen kann.

Auch beim BARFEN sollten der Katze – wie auch bei der Fütterung mit Fertigfutter – drei bis vier mal am Tag kleine Portionen gereicht werden. Der Aufwand, mit dem BARFEN einher geht ist natürlich größer als bei der Fütterung mit normalen Trocken- oder Nassfutter.

Schließlich muss zunächst das geeignete Fleisch gekauft, zerteilt und portioniert werden. Die Anhänger dieser Fütterungsart sind aber stark davon überzeugt, dass sich dieser Aufwand genauso wie die höheren Kosten für die Gesundheit ihres Tieres bezahlt macht.

Lebendfutter als Alternative für Katzen?

Wenn Hauskatzen Freigang zugestanden wird, bleibt es nicht aus, dass sie diesen nutzen, um auf Jagd zu gehen. Da die Tiere in der Regel in ihrem Zuhause durch ihre Besitzer aber gut versorgt werden, spielt hier weniger der Hunger eine Rolle als vielmehr die Freude am Anschleichen, Beobachten, Fangen und Erbeuten.

Maus und Vogel als Lebendfutter für die Katze

Dennoch, die eine oder andere Maus oder der ein oder andere Vogel werden natürlich auch verzehrt. Manchmal bringen Katzen ihre Beute auch nach hause und legen sie an einer prominenten Stelle ab. Dieses wird von den Besitzern zumeist – auch wenn sie sich vor den Überresten ekeln – als eine Geste der Dankbarkeit und als Geschenk interpretiert.

katze-nager-maus-katzenfutter-selber-machen

Vogelliebhaber hingegen sehen es gar nicht gerne, wenn Katzen Jagd auf die gefiederten Gesellen machen. Gegenmaßnahmen können dabei aber leicht getroffen werden. Katzen, die ein Halsband mit einem Glöckchen tragen, verscheuchen ihre Beute zumeist schon bevor sie nah genug für einen Sprung herangekommen sind.

Vogelliebhaber, welche diese Tiere in ihrem Garten beobachten wollen, können ebenfalls Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen: Vogelfutterplätze sollten nicht zu nah an Gebüschen platziert werden, in denen sich Katzen gut verstecken können.

Auch das Gras in einem vogelfreundlichen Garten sollte kurz gehalten werden, damit sich eine Katze nicht unbemerkt an die zwitschernden Tiere heranschleichen kann. Nistkästen gehören in großen Höhen angebracht.

Tierhandlung

Wer in puncto Lebendfutter mit dem Gedanken spielt, zum Beispiel in einer Tierhandlung Mäuse oder Küken, wie sie für die Fütterung von Reptilien angeboten werden, zu erstehen und sie dann der Katze als Futter bereitzustellen, sollte schleunigst davon Abstand nehmen.

Katzen sind nämlich bekannt dafür, dass sie zunächst mit ihrem Futter spielen, was eine Qual für die Beutetiere bedeutet, die man ihnen ersparen sollte. Zudem ist dieses Spiel für den Katzenbesitzer nicht schön anzusehen und der Jagdinstinkt der Katze kann auch durch Spielzeug befriedigt werden.