Monatliche Kosten für Pferd senken

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Pferde sind wunderbare Tiere. Natürlich, wenn man ein richtiger Pferdemensch ist, hängt man an seine Liebe zum Tier kein Preisschild. Aber mal abgesehen davon gibt es doch einige Tierarten, die sowohl in der Anschaffung wie auch im Unterhalt eine deutlich geringere Belastung für das Portemonnaie darstellen. Sollte man nicht nur sprichwörtlich umsatteln? Nein, denn es lassen sich auch die monatlichen Kosten für das Pferd senken.

Monatliche Kosten für ein Pferd vernünftig senken

Es gibt viele verschiedene Punkte, die Sparmöglichkeiten bieten. Die goldene Regel für alle Tierbesitzer sollte folgende sein: Niemals auf Kosten eines Pferdes sparen! Dennoch gibt es einige Bereiche, die sehr viel Geld verschlingen und somit weniger Geld für andere wichtigen Punkte übrig bleibt. Jedoch gibt es sehr einfache Tricks, mit denen sich die Kosten reduzieren lassen können.

Das heißt, dass man weder bei der Unterbringung, dem Futter, noch bei der medizinischen Versorgung Kompromisse eingehen sollte, die zum Schaden des Tieres gereichen könnten. Ausreichende Qualität und Quantität müssen immer gewahrt bleiben, da man ansonsten am falschen Ende spart und dem Ross essenzielle Dinge verweigert.

Günstige Gebrauchtwaren beim Pferdezubehör nutzen

Unter den Reitern gibt es einige Menschen, die sich „Strohfeuer-Pferdefreunde“ bezeichnen lassen. Das sind diejenigen, die ihre Liebe zum Pferd entdecken und dann voll einsteigen. Egal ob Sattel der prestigeträchtigen Firma Merano, Zaumzeug oder hochwertige Stiefel.

Sie stecken gleich zu Beginn ihrer Leidenschaft enorme Summen ins Hobby, bloß um nach kurzer Zeit festzustellen, dass sie Pferde doch nicht so sehr mögen, da sie den einhergehenden Pflegeaufwand unterschätzt haben. Am Ende steht der Wunsch nach nur kurzer Zeit mit dem Hobby wieder aufzuhören.

Übrig bleibt eine Menge Ausrüstung, die nun veräußert wird. Rechnet man noch diejenigen hinzu, die ihr Hobby aus Alters- oder Gesundheitsgründen aufgeben bzw. oder die nach dem Tod ihres Pferdes keine Lust mehr haben, sollte es nicht verwundern, dass auf dem Gebrauchtmarkt enorme Mengen von Ausrüstung zirkulieren, die teilweise geringe Abnutzungserscheinungen aufweisen.

 

Es ist durchaus verständlich, wenn man all diese Sachen lieber neu kaufen möchte. Aber wenn man sparen will, sollte man vor einem Neukauf sich auf Onlinebörsen oder im nahen Reitverein umhören. Gerade bei Satteln kann dies sogar oft besser für das Tier sein, da er bereits eingeritten wurde und sich bequemer tragen lässt.

Monatliche Kosten niedrig halten

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Nicht nur der Anschaffungspreis für das Tier oder notwendige Ausrüstungsgegenstände sind beim Pferd vergleichsweise hoch, auch die regelmäßigen Kosten schlagen zu Buche. Der größte Posten ist meist die Stall-Miete. Diese ist meist umso teurer, je näher der Stall sich in oder um eine größere Stadt befindet. Auf dem Land liegt dieser oftmals geringer.

Klar ist auch, dass eine Unterbringung in einem Stall mit Vollpension höhere Ausgaben mit sich bringt. Hier kommen schnell zusätzlich zwischen 200 und 400 Euro dazu. Eine günstigere Variante ist es natürlich, sich selbst um das Tier zu kümmern. Für das tägliche Ausmisten, Füttern und die Pferdepflege sollte man rund zwei Stunden einkalkulieren.

Während Futter und Einstreu in einem Vollpensionsstall meist inklusive sind, muss dies bei der Selbstversorgung in Eigenregie besorgt werden. Hier ist es sinnvoller gleich größere Mengen zu kaufen, wodurch man die Lieferkosten reduziert. Einsparpotential gibt es auch bei den regelmäßigen Terminen beim Tierarzt oder Hufschmied. Wer diese zusammen mit anderen Pferdehaltern bestellt, bezahlt nur einmal die Anfahrt.

Reitbeteiligungen anbieten

Für ein Pferd ist es sehr vorteilhaft, wenn es mehr menschlichen Kontakt hat und somit mehr Auslauf und Pflege erhält. Aus diesem Grund sollte man darüber nachdenken, eine Reitbeteiligung gegen Geld anzubieten. Es müssen nicht unbedingt bereitwillige Kinder sein, falls man nicht möchte, dass Anfänger das Tier womöglich verschrecken könnten. Auch unter Erwachsenen, routinierten Pferdefreunden gibt es mehr als genug Menschen, die sich kein eigenes Tier leisten möchten oder können.

Vorteile einer Reitbeteiligung:

  • Das Tier wird häufiger gepflegt und erhält mehr Auslauf
  • Eine höhere Zeitersparnis bei der wöchentlichen Pflege
  • Die Kosten für die Unterbringung des Pferdes werden geteilt
  • Personen können den Reitsport ausüben, der ihnen sonst von Geldgründen verwehrt wäre

Allerdings muss man bei der Preisfindung besonders beachten: Man sollte lediglich soviel nehmen, wie es zur Deckung der Kosten, die das Tier verursacht, notwendig ist. Andernfalls kann dies als Gewinnerzielungsabsicht ausgelegt und das Geld versteuert werden.

Durch Handwerk und Reparatur Geld beim Pferdezubehör einsparen

Ein gutes Beispiel für Zubehörteile, die man selbst recyclen oder reparieren kann sind Halfter und Reitgerten. Zwar bieten viele Händler wunderschöne Neuheiten an, diese können aber auch hohe Summen bei der Anschaffung kosten.

Alle Teile, die mit Riemen bzw. Stricken zu tun haben, gehören in der Regel zu den Gebrauchsgegenständen, die sich nach einer überraschend kurzen Zeit abnutzen können und oftmals erneuert werden müssen.

Erwirbt man stets neues Zubehör, so zahlt man auch immer die Fabrikationsosten. Dabei kann man jedoch genau diesen Posten von der Liste streichen, indem man selbst handwerklich tätig wird. Einen Halfter kann man selbst beispielsweise aus Schnüren und Ringen, welche man von einem alten Stück recycelt, binnen eines Nachmittags selbst flechten und vernähen.

Gerade bei Youtube gibt es zahllose Flecht-Projekte sowie hilfreiche Tipps und Tricks ganz unter dem Motto „Do it yourself“, zu Deutsch: „Mach es selbst“. Ebenso lassen sich vielfach Seiten mit Anleitungen finden, die man individuell auf das eigene Pferd anpassen kann.

Geld bei der Fahrzeugsteuer einsparen

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Wenn man ein Pferd besitzt, wird der Tag kommen, an dem man ein Zugfahrzeug benötigt, um große Mengen an Futter oder Ausrüstung zu transportieren. Gerade die Geländegängigkeit spielt ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des passenden Fahrzeugs. Die Wahl vieler Reiter fällt daher auf große SUV oder Geländewagen.

Diese Fahrzeuge gelten jedoch in vollem Maße als PKW, sie sind also zum Personentransport gedacht. Deswegen werden sie wie alle anderen PKWs besteuert, sodass angesichts der dazugehörigen großvolumigen Motoren diese alles andere als günstig in der Haltung sind.

Um mehrere hundert Euro Fahrzeugsteuer zu sparen, sollte man sich überlegen einen Einzelkabinen-Pickups sich zuzulegen. Das Besondere bei diesen Fahrzeugen ist die Nutzfläche bzw. die Ladefläche, die wesentlich größer als die Fahrgastzelle ist.

Zwar gibt es auch hier einen rechtlichen Ermessensspielraum, aber man hat gute Chancen den Pickup als LKW bei der ansässigen Zulassungsstele zuzulassen, was mit deutlich niedrigeren Steuern einhergeht. Diese Praxis wird jedoch auf den Zulassungsstellen stark unterschiedlich gehandhabt. Bevor man ein Fahrzeug erwirbt, sollte man unbedingt die Zulassungsstelle kontaktieren und nachfragen.

Ersparnis durch das grüne Anhänger-Kennzeichen

Wer sein Pferd von A nach B transportieren möchte, der kommt nicht um einen geräumigen Pferdehänger herum. An dieser Stelle existiert ein weiterer Kosten- oder Sparpunkt, nämlich das Kennzeichen.

Mögliche Varianten:

  • Schwarzes Kennzeichen: Der Pferdehänger wird normal zugelassen und besteuert, darf aber deshalb auch wie ein normaler Hänger genutzt werden, sprich für den Transport von Heuballen oder sonstigem Pferdezubehör.
  • Grünes Kennzeichen: Dieses wird in der Regel nur vergeben, wenn das Zugfahrzeug kein günstiger PKW ist und limitiert außerdem die Transportmöglichkeiten ausschließlich auf Pferde. Bei Missachtung dieser Auflage erwarten den Fahrer hohe Schadensforderungen.

Trotz der rechtlichen Lage sollte man versuchen mit der zuständigen Zulassungsstelle zu sprechen, um das grüne Kennzeichen zu erhalten. Dies ist steuerlich erheblich günstiger, so die Anhängersteuer komplett.

Kombiniert man diese Vorgehensweise mit dem Erwerb eines Pickups, entsteht daraus kein Nachteil, denn auf dessen Ladefläche lässt, sich alles transportieren, was man sonst versuchen könnte, in den Hänger zu stellen. Befolgt man diese einfachen Hinweise, so lassen sich die monatlichen Kosten für das Pferd erheblich senken.