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Quokka kaufen und als Haustier halten

Quokkas sind in den letzten Jahren zu wahren Stars herangewachsen. Die kleinen Beuteltiere aus Australien sind die beliebtesten Models, wenn es um das Thema Selfie machen geht. Sie sind absolut fotogen und scheinen mit ihrem niedlichen Gesicht so, als würden sie konstant am Lächeln sein. Viele wünschten sich ein Quokka als Haustier zu halten, doch ob man dies darf?

Was ist ein Quokka?

Die Quokkas, auch Setonix brachyurus genannt, stammen aus dem Südwesten Australiens. Sie gehören zu der Familie der Kängurus und sind somit auch Beuteltiere. An der Westküste in Australien kann man 12.000 Quokkas ausfindig machen. Dort ernähren sie sich von Blättern, Gras, Obst und Gemüse. Die kleinen Beuteltiere sind nämlich reine Pflanzenfresser.

  • Sie werden bis zu 60 Zentimeter groß und können bis zu 4,2 Kilogramm wiegen.
  • Ähnlich wie die Kängurus, haben sie stehende Ohren, hartes Fell und sie bewegen sich größtenteils mit ihren kräftigen Hinterbeinen fort.
  • Mit 13 Jahren ist ein Quokka schon in einem sehr guten Alter angekommen, denn sie werden im Durchschnitt 15 Jahre alt.
  • Im Charakter sind die Quokkas den Menschen gegenüber sehr offen und laufen gerne auch einfach auf sie zu.

So kommt es auch, dass die Menschen liebend gerne Fotos mit den kleinen Beuteltieren schießen. Die feine Nase eines Quokkas ist unglaublich sensibel, sodass sie mit dieser sogar weit entfernte Wasserquellen erschnüffeln können.

Ein Quokka kaufen und als Haustier halten – geht das?

Auch wenn man am liebsten den ganzen Tag mit einem kleinen Quokka verbringen würde, ist die Haltung eines Quokkas nicht erlaubt und sogar strengstens verboten! Die Rasse ist momentan am aussterben, weshalb sie auf der Liste der bedrohten Tierarten relativ weit oben steht. Aus diesem Grund wird man nirgendwo ein Quokka legal erwerben können. Sollte man auf die dreiste Idee kommen, ein Quokkas aus seinem Umfeld einfach mitzunehmen, muss mit einer Strafe von rund 200 Euro gerechnet werden.

Sind Quokkas gefährlich?

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Zwar sind die kleinen Kängurus super lieb und offen im Zusammentreffen mit Menschen, doch werden sie zu sehr bedrängt oder bedroht, sind sie wie wir als Menschen, ziemlich schnell reizbar.
Quokkas sind immer noch wilde Tiere, was viele Leute vergessen und haben Krallen, scharfe Zähne, mit denen sie zubeißen können und mit ihren wie bereits erwähnten, kräftigen Hinterbeinen, können sie jederzeit abwehren und zutreten. Schon oft kam es zu Verletzungen, niemals aber würde ein Quokka jemanden grundlos angreifen. Wenn es etwas tut, dann nur um sich zu verteidigen und zu schützen.

Bilder machen erlaubt – aber nicht anfassen!

Quokkas sind so niedlich, dass man sie am liebsten durchgängig streicheln würde. Doch das Anfassen sowie das Geben von Nahrung ist strengstens untersagt. Viele vergessen, dass die kleinen Springer immer noch, trotz ihrer Niedlichkeit, wilde Tiere sind. Mit ihrem bezaubernden Lächeln aber, laden sie einen geradezu ein, Essen zu teilen.
Doch Quokkas können durch die Lebensmittel von uns Menschen, wie Kekse oder Chips, schwer krank werden und im schlimmsten Fall davon sterben. Ebenso können die Essensreste im Gebiss hängen bleiben und es kann so zu Entzündungen im Mund kommen. Sollte man sie anfassen wollen, sollte einem bewusst sein, dass es dazu kommen kann, dass das Quokka so von seiner Gruppe ausgeschlossen werden kann.
Die Beuteltiere sind im Allgemeinen sehr geruchsempfindlich und schon durch das bloße Anfassen, überträgt sich der menschliche Geruch direkt auf das Tier. Das kann dann zur Folge haben, dass die Quokkas aus der Gruppe, das gestreichelte Quokka aufgrund des fremden, menschlichen Geruches ausschließen.

Gefährdung der Quokkas

Zu Beginn des 19. Jahrhundert waren Quokkas noch sehr häufig aufzufinden. Doch seither sinken die Zahlen der Kängurus, da ihr Lebensraum zerstört wurde und die Nahrung, durch importierte Wildschweine und Füchse knapper wurde. Durch eine korrekte Kontrolle konnten die sinkenden Zahlen der Quokkas einigermaßen gestoppt werden.
Hauptsächlich leben sie jetzt auf Rottnest Island. Hier sind sie die größte Touristenattraktion, doch dies fördert die Vermehrung der Tiere keineswegs. Es entstehen noch häufiger Krankheiten, sie werden von ihrer Gruppe ausgestoßen und sterben im schlimmsten Fall. Doch der Umgang mit den Menschen ist immer noch besser, als ohne, da sie so den trockenen Sommer überstehen.

Alternatives Haustier zum Quokka

Zwar darf man ein Quokka aus verständlichen Gründen nicht als Haustier halten, ein Wallaby aber zu halten ist erlaubt. Wallabys sind den Quokkas sehr ähnlich und gehören ebenso zu der Familie der Kängurus. Man kann sie völlig legal im Internet bei diversen Züchtern erwerben. Besonders gut für den Haushalt geeignet sind Rotnacken-Wallabys.
Man sollte allerdings darauf achten, dass sie nicht alleine sind, mindestens zwölf Tiere dieser Art sollten in einem Gehege untergebracht sein. Sie sind stets friedlich und können mit Hasen, Meerschweinchen, Schildkröten oder auch Hühnern in einem Gehege untergebracht werden.

Fortpflanzung der Quokkas

In der freien Natur bekommen die Quokkas ihre Babys zwischen Januar und März. Die folgende Zeit des Tragens beträgt 26 bis 28 Tage. Anders als bei anderen Tieren bringt ein Quokka nur ein kleines Jungtier zur Welt. Nachdem das Jungtier geboren wurde, paart sich die Quokka-Mutter erneut. Nach circa 200 Tagen kommt das heranwachsende Beuteltier erstmals aus dem Beutel der Mutter heraus. Nach einem Jahr ist das kleine Quokka dann entgültig aus dem jungen Alter herausgewachsen und kehrt nichtmehr in den Beutel der Mutter zurück.

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