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Vogel Kommunikation

Nachdem Vögel meist in Schwärmen auftreten, ist eine Kommunikation untereinander notwendig. Dies geschieht durch die jeweils arttypische Vogelstimme bzw. Vogelstrophe. Aber auch die jeweilige Körperhaltung kann ein eindeutiges Kommunikationsmerkmal darstellen. Mittels ihrer Stimmen und ihres Verhaltens locken sich Männchen und Weibchen gegenseitig an. Diesen Vorgang nennt man Balzverhalten, die Kommunikation dient somit der Arterhaltung.

Ebenfalls werden so genannte Warnlaute zum Erkennen von Angreifern ausgestoßen. Oder aber die Artgenossen werden mit Vogellauten auf entsprechend reichhaltige Futterplätze hingewiesen, etc. Zumeist ist der Vogelgesang strophenartig aufgebaut. Er signalisiert dabei gleichzeitig verschiedene Sozialproblematiken, wie die Revierverteidigung, die Geselligkeit, die Isolierung gegenüber Artgenossen, usw.  

Die Lauterzeugung selbst erfolgt auch beim Vogel über den Stimmkopf. Hierfür sind die Vögel anatomisch mit einem Kehlkopf, einer Luftröhre, zwei Luftsäcken sowie den Bronchien ausgestattet. Verschiedene Erkrankungen, wie z.B. die Luftsackmilben, können zu einem Stimmverlust führen.

Vogelstimmen sind je nach Vogelart unterschiedlich, wenngleich vielfach ähnlich erscheinend. Für die Menschen klingen unter anderem die vielen Singvögel annähernd gleich. Ebenfalls können sie bei den Papageien kaum Unterschiede feststellen, usw. Doch bei exaktem Hinhören sind sehr feine Nuancen zu vernehmen. Zahlreiche Vogelstimmen wurden deshalb bereits auf Tonträgern aufgenommen und erlauben durch wiederholtes Anhören ein sicheres Erkennen der jeweiligen Art.

Auch werden wohlklingende Vogelarten (z.B. die Nachtigall) von den Menschen oft alleine in Käfigen gehalten, um das Gesangsverhalten zu intensivieren. Dieses Verständnis von Tierhaltung ist oftmals in Asien zu beobachten. Diese Haltung gilt bei manchen Vogelarten als Tierquälerei, da gerade Männchen aufgrund der Isolierung bis zur völligen Erschöpfung singen und sich hierbei zu sehr verausgaben.

Idealer Weise geht man zu den unterschiedlichen Jahreszeiten in die Natur und lässt die einzelnen Vogelstimmen auf sich wirken. Der an den Baum klopfende Specht oder der Kuckuckslaut sind leicht auszumachen. Greifvögel sind optisch gut erkennbar und somit die Vogelstimmen leicht zuzuordnen. Bei den Singvögeln benötigt man zwar ein gutes Gehör, kann sich dieses aber bereits im Vorfeld durch das Anhören von Lehrmaterial (z.B. auf CD) aneignen.