Meine Katze frisst Zimmerpflanzen – Was tun?

Kennst du das auch? Du kommst ins Wohnzimmer und ertappst deine Katze dabei, wie sie hingebungsvoll an deinen Zimmerpflanzen knabbert. Vor allem junge, verspielte Kätzchen fühlen sich davon magisch angezogen: In größeren Exemplaren wie Zimmerpalmen klettern sie mit Begeisterung herum. Oder sie liegen entspannt unter den Blättern in der Blumenerde. Gerade lange, bewegliche Pflanzenteile sind willkommene Spieleinladungen. Aus Neugier probieren sie das ein oder andere Blatt. Allerdings sind viele Zimmerpflanzen gefährlich für die kleinen Fellnasen. Dann drohen Vergiftungserscheinungen wie Durchfall, Erbrechen, Schwäche und Gleichgewichtsstörungen. Hier erfährst du wie du diese Gefahr eindämmst und Alternativen zu Zimmerpflanzen, wie Malzpasten oder bestimmte Futtersorten beispielsweise von leonardo-catfood.de, die das Knabberbedürfnis der Katzen stillen können.

Sind Pflanzen schädlich? Worauf ist hier zu achten?

Nicht alle Zimmerpflanzen sind für Katzen giftig. Mit Zimmerahorn (Abutilum), Hibiskus (Hibiscus rosa sinensis) und Geldbaum (Crassula) machst du alles richtig. Falls du Blühpflanzen bevorzugst, halte dich an Zitronenbaum, Hibiskus, Zimmer-Jasmin und Gardenie. All diese Pflanzen sind ungefährlich für deine Samtpfote.

Manche finden die kleinen Fellnasen ohnehin nicht besonders attraktiv. Dickblättrige Pflanzen bewegen sich kaum. Das macht sie uninteressant.

Allerdings gibt es eine Fülle von beliebten Zimmerpflanzen, die sich nicht für einen Katzenhaushalt eignen.

Zu den giftigen Exemplaren gehören:

  • Amaryllis,
  • Alpenveilchen,
  • Baumfreund (Philodendron),
  • Birkenfeige (Ficus benjamina),
  • Einblatt (Spathiphyllum),
  • Weihnachtsstern,
  • Palmfarm (Cycas revoluta),
  • Schweigrohr (Dieffenbachia),
  • Strahlenaralie (Schefflera)

Meistens sind bei Pflanzen nur einzelne Bestandteile giftig. Dabei kann es sich um die Knolle, die Blätter, Blüten, Früchte oder den Saft der Pflanze handeln. Am besten hältst du deine Katzen konsequent von deinem Dschungel fern. Sichere deine Zimmerpflanzen mit Draht, wenn sie giftig für deine Samtpfoten sind. Oder hänge sie in Blumenampeln an die Decke. Hauptsache, sie sind außer Reichweite deiner neugierigen kleinen Mitbewohner.

Idee: Vielleicht kannst du deine Pflanzen auch mit einem abschreckenden Duft versehen. Teile eine Zitrone und lege die Hälften auf die Blumenerde. Den Geruch mögen Katzen nicht.

Wieso fressen Katzen Zimmerpflanzen?

Wildkatzen und Katzen mit Freigang knabbern draußen an Gras und Kräutern. Das hilft ihnen, verschluckte Haare loszuwerden. Beim Putzen verschlucken die reinlichen Fellnasen eine größere Menge Haare. Diese würgen sie später wieder heraus. Das gelingt leichter, wenn die Haare mit Pflanzenfasern gemischt sind.

Gras unterstützt also das Erbrechen bei der Katze. Anders als Freigänger haben reine Wohnungskatzen keine Gelegenheit, an Gras zu knabbern. Darum suchen sie instinktiv nach frischem Grün in ihrem Revier. Diese finden sie in Zimmerpflanzen. Falls du deinen Samtpfoten keinen (gesicherten) Freigang anbieten kannst, solltest du ihnen eine sichere Alternative zur Verfügung stellen.

Gut geeignet ist ein Blumentopf mit Katzengras. Dabei kannst du auf fertig gezüchtete Töpfe mit Katzengras, auf Saatmischungen oder Fertigsets zur Anzucht zurückgreifen. Du bekommst sie in Gartenmärkten und in Zoohandlungen. Auf diese Weise hast du zu jeder Jahreszeit Katzengras im Haus und kannst deiner Samtpfote etwas zum Knabbern anbieten. Falls du dich für eine Saatmischung entscheidest, kannst du auch eine keine Wiese für deine Katzen gestalten.

Achte darauf, dass die Halme möglichst weich sind. Sie sollten keine scharfen Kanten haben, an denen sich deine Fellnase verletzen kann. Ideal sind Weizen, Gerste und Hafer. Zyperngras ist oft zu scharfkantig. Das kann zu Verletzungen im Mundraum führen.

Unterschiede bei Wohnungskatzen und Freigängern?

Vielleicht fragst du dich, warum Katzen draußen nicht an giftigen Pflanzen wie Tulpen, Schneeglöckchen, Hyazinthen, Clematis, Ginster und Tollkirschen knabbern. Schließlich sind Freigänger überall mit giftigen Pflanzen konfrontiert, wenn sie durch die Gärten der Nachbarschaft streifen. Trotzdem kommt es so gut wie nie zu Vergiftungen. Woran liegt das?

Ganz einfach: Davon fühlen sie sich nicht besonders angezogen. Zum einen gehören Pflanzen nicht zu ihrer natürlichen Beute. Zum anderen finden Katzen mit Freigang in ihrem Revier genug schmackhafte Alternativen. Überall wächst frisches Gras.

Im Haus sieht das anders aus: Katzen können den Wohnraum nicht eigenmächtig verlassen. Ihr Lebensraum ist auf das beschränkt, was du ihnen in deinen vier Wänden zur Verfügung stellst. Das schauen sie sich genau an. Falls du eine Katze in Einzelhaltung hältst, ist die Gefahr besonders groß, dass sie sich an deinen Pflanzen vergreift. Das liegt daran, dass sie sich langweilt. Mit einem etwa gleichaltrigen Artgenossen an der Seite gibt es ganz von selbst mehr zu tun, zu erleben und zu entdecken. Darum sollten Kätzchen möglichst mindestens paarweise zusammenleben.

Mein Tipp: Wenn du Zimmerpflanzen liebst und deine Wohnung in eine grüne Oase verwandeln möchtest, greife zu ungiftigen Exemplaren. Gut geeignet sind beispielsweise Pflanzen wie Zimmerahorn (Abutilum), Hibiskus (Hibiscus rosa sinensis) und Dickblatt (Crassula).

Stelle deiner Katze doch einen eigenen kleinen Zimmergarten zusammen. Im Supermarkt oder im Zooladen bekommst du häufig ganz unterschiedliche Sorten Katzengras. Das liegt daran, dass es sich um einen Sammelbegriff für viele unterschiedliche Gräser handelt wie

  • Zyperngras,
  • Zimmerbambus,
  • Hafer,
  • Gerste und
  • Weizen

Pflanze einfach unterschiedliche Sorten an. Dann siehst du, welche dein kleiner Tiger bevorzugt. Im Online-Handel bekommst du sogar Liegewiesen aus Gras. Damit machst du deiner Fellnase eine besondere Freude: Sie kann sich im Gras wälzen und ab und zu an den Grashalmen knabbern.

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Katzengras und Alternativen

Falls du deiner Fellnase zum ersten Mal Katzengras anbieten möchtest, empfehle ich dir Weizengras. Das ist besonders saftig und schmackhaft. Die meisten Katzen mögen es sehr.

Im Moment ist kein Katzengras zu bekommen? Dein selbst gesätes Gras wächst allenfalls im Schneckentempo? Dann könntest du vorübergehend Malzpaste als Alternative anbieten: Die Katzen scheiden verschluckte Haarballen nach dem Verzehr mit dem Kot aus.

Eventuell kommen Grünlilien (Chlorophytum comosum) für dich infrage. Die dekorativen Zimmerpflanzen sind ungiftig, günstig zu erwerben und leicht zu vermehren. Allerdings filtern Grünlilien Schadstoffe aus der Luft. Diese speichern sie in ihren Blättern. Darum ist diese Pflanze nur eine geeignete Knabberalternative für deine Katzen, wenn bei dir in der Wohnung nicht geraucht wird. Unter Umständen kann auch ein Futterwechsel für dich in Frage kommen. Achte hierbei auf Komponenten im Futter, die die Katze beim Ausscheiden der Haarballen unterstützen und das Bedürfnis nach Pflanzen und Gräsern überflüssig machen. Die Katzenminze im Futter von Leonardo kann hier ebenfalls den gewünschten Effekt hervorrufen und die Katze beruhigend stimulieren.

Fazit

Ein grüner Dschungel in der eigenen Wohnung und Katzenhaltung schließen sich nicht aus. Allerdings ist es wichtig, dass du einige Vorkehrungen triffst, damit sich deine Fellnase keine Vergiftung zuzieht. Biete unbedingt weiches Katzengras oder eine passende Alternative an. Wenn du auf giftige Zimmerpflanzen nicht verzichten möchtest, solltest du sie vor dem Zugriff deiner vierbeinigen Mitbewohner schützen. Eine gute Möglichkeit dazu ist, sie hoch oben an der Zimmerdecke aufzuhängen.

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