Wieviele Leben hat eine Katze?

Katzen sind eigenständige, strapazierbare Wesen, welche die gefährlichsten Situationen überleben können. Manche behaupten, Katzen hätten sieben Leben – andere behaupten jedoch, Katzen hätten neun Leben. Doch was stimmt davon und ist überhaupt etwas Wahres dran? Klar ist: Katzen haben – wie jedes andere Lebewesen – nur ein Leben. Doch woher stammt die Redewendung? Sehr wahrscheinlich ist dies, da Katzen hohe Sprünge aus extremen Höhen überleben, ohne sich jeglichen Schaden zuzufügen. Diese landen, dank einer Drehbewegung sicher auf ihren Pfötchen.

Wie viele Leben hat eine Katze: Woher stammt diese Redewendung?

Das Katzen sieben Leben haben, stammt höchstwahrscheinlich aus den Märchen der Gebrüder Grimm. Jedoch verlässliche Quellen, sucht man hier vergebens. Auch soll die Zahl sieben laut der christlichen Numerologie die Bedeutung „das Vollkommene“ haben. Sieben ist die Summe von drei, die das Göttliche symbolisiert und vier, welche für das Weltliche steht. Außerdem wird die Zahl sieben als Zahl der Unendlichkeit gesehen.

Katze haben neun Leben – Stimmt das?

Die Redewendung „Katzen haben neun Leben“, stammt ursprünglich vom berühmten Pilzkopf John Lennon, der Frontmann der Beatles. In dem erfolgreichen Song „Crippled Inside“ singt John darüber, dass Katzen neun Leben hätten: „Well now you know that your cat has nine lives“.
Über diese Vermutung existieren viele Mythen. Vermutet wird, dass die Ägypter darauf kamen, weil Katzen angeblich als Vorkoster des neun Gänge Menüs für Pharaonen eingesetzt wurden. Jedoch hatte die Zahl neun im alten Ägypten keinen tiefgründigeren Sinn.

Die sieben oder neun Leben einer Katze

Der Katze werden sieben Leben zugesprochen, im englischsprachigen Raum sind es sogar neun. Machen wir einmal einen großen Zeitsprung zurück. Im Mittelalter waren Katzen nicht besonders beliebt. Im Gegenteil, die Menschen betrachteten sie damals als unheimliche Wesen. Der Grund dafür war, dass die Tiere scheinbar immer mit dem Leben davonkamen. Im Gegensatz dazu wurden Katzen im alten Ägypten als Gottheiten verehrt. Auch die christliche Kirche war eher Feind als Freund unserer Samtpfoten. Sie bezeichnete die Katze als Überlebenskünstler und überdies als Abbild Satans. Schrecklich, aber die abergläubischen Menschen damals dachten sich immer grausamerer Todesarten für die armen Vierbeiner aus.

Eine dieser Gräueltaten bestand beispielsweise darin, Katzen vom Kirchturm zu werfen. Viele Katzen überlebten den Sturz und bekräftigten somit die Meinung des Volkes, dass Katzen mehrere Leben haben. In dem Tier mussten also viele Dämonen leben, die ihm sieben, im englischsprachigen Raum eben neun Leben einer Katze bescherten.

Erkenntnisse in der Neuzeit

In der Neuzeit waren die Menschen aufgeklärter. Der Mythos über Dämonen und dergleichen rückte in den Hintergrund und die Suche nach anderen Erklärungen begann. Ein Arzt aus Frankreich fotografierte Ende des 19. Jahrhunderts eine stürzende Katze. Etienne Jules Marey lüftete das Geheimnis, indem er die Bilder ganz genau studierte und die Bewegungsabläufe der Katze während des Sturzes entschlüsselte. Das Ergebnis brachte interessante und vor allem neue Erkenntnisse an den Tag: Katzen landen immer auf ihren Beinen, weil sie den Körper gleichzeitig in zwei Richtungen drehen können.

Der Bewegungsablauf der Katze

Das bedeutet, wenn sich der Körper des Vierbeiners vorne nach links dreht, dreht sich der hintere Teil der Katze nach rechts. Klingt auf den ersten Blick recht einfach, ist es aber nicht. Trotzdem ist dieser oft lebensrettende Umkehrreflex den Katzen in die Wiege gelegt. Die Drehung beherrschen die Samtpfoten bereits ab wenigen Lebenswochen. Eine große Rolle spielt während des Drehens der Schwanz. Das Manöver der Drehung dauert weniger als eine halbe Sekunde und nach nicht einmal einem Meter Fallstrecke hat sich das Tier komplett gedreht.

Keine Garantie auf sieben oder neun Leben einer Katze

Immer auf den Pfoten zu landen ist eine Sache, es unverletzt zu tun, jedoch eine andere. Zwei New Yorker Tierärzte untersuchten eine Zahl von über 130 abgestürzte Katzen in Bezug auf Fallhöhe und Verletzungen und zogen wertvolles Wissen aus dieser Zeit. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden im Journal of the American Veterinary Medical Association publiziert und zeigten auf, dass Katzen ab einer gewissen Fallhöhe keine sieben Leben haben, sondern ihre Quetschungen und Brüche nicht überlebten. Zwar gab es Ausnahmen, doch viele Katzen mussten ihr Leben lassen.

Wie lange leben Katzen im Durchschnitt?

Die Lebenserwartung einer Katze hängt ein vielen verschiedenen Faktoren ab. Darunter auch, ob sie im Haus leben oder in der Wildnis. Das Leben unter menschlicher Obhut ist natürlich länger, als das einer selbstversorger Katze.
Das generelle Alter kann nicht pauschalisiert werden, da es dafür zu viele verschiedene Katzenarten gibt. Straßenkatzen werden durchschnittlich zwei bis vier Jahre alt, Hauskatzen werden deutlich älter. Diese werden im Durchschnitt zehn bis 15 Jahre alt. Weibliche Katzen werden in der Regel älter als Kater.
Das Leben einer Straßenkatze ist kürzer, da diesen die menschliche Obhut fehlt. Viele Altersblessuren werden bei Hauskatzen vom Tierarzt untersucht und dieser empfiehlt die richtige Medikation. Von diesem Luxus können Straßenkatzen nicht profitieren. Auch geimpft werden die Straßenkatzen nicht – das kann zu schwerwiegenden, nicht heilbaren Erkrankungen führen.

Wie verlängere ich das Leben einer Katze?


Da jede Katze ihre eigenen Bedürfnisse hat, ist dies schwer zu sagen. Die Alterserscheinungen können von sieben bis 12 Jahren eintreten, der wirkliche Altersprozess beginnt ab dem siebten Lebensjahr. Häufige Anzeichen hierfür sind:

  • Nierenerkrankungen
  • Tumore
  • Infektionen
  • Atemschwierigkeiten
  • Herzprobleme
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Gewichtsabnahme
  • Zurückgebildete Muskelmasse

Wer solche Anzeichen erkennt, sollte mit seiner Samtpfote direkt zum Tierarzt. Zusätzlich sollte die Katze mit sanfter, ausreichender Bewegung. Wichtig ist, auf die Katze die benötigte Rücksicht zu nehmen.

Passende Ernährung für den Stubentiger

Im hohen Alter werden die Mägen der Katzen empfindlicher, so ist es unbedingt darauf zu achten dem Liebling das passende Futter zu spendieren. Somit ist es wichtig, der Katze hochwertige Nährstoffe zu bieten. Wichtige Zutaten für ältere Katzen sind Folgende:

  • Pflanzliche Inhaltsstoffe tragen zur besseren Verdauung bei
  • Fleisch, tierische Fette liefern wertvolle Proteine und Eiweiße
  • Es sollten keine undefinierten Inhaltsstoffe aufgeführt sein
  • Katzengras hilft unverdauliches wieder zu erbrechen
  • Nährstoffe wie Niacin, Arachidonsäure und Vitamin A sind wichtig
  • Mineralstoffe wie Kalzium und Eisen tragen zum Erhalt der Knochen bei

Wichtig ist, im Falle einer Futterumstellung dem Tier nicht direkt das neue Futter zu geben. Schritt für Schritt muss das alte Futter, mit dem neuen vermischt werden, um die Katze langsam daran zu gewöhnen. Falls die Fellnase das neue Futter nicht annimmt, können auch Tricks angewendet werden, dieses schmackhafter zu machen. Ein wenig Thunfisch untermischen kann dabei schon helfen.

Katzenjahre in Menschenjahre

Katzen altern anders als wir Menschen. Ein Katzenjahr entspricht circa vier Menschenjahren. Bei Hunden sind es sieben Menschenjahre. Das Besondere ist, dass das Verhältnis bei Katzen zu Menschen nicht proportional verläuft. Eine Katze alter in ihren ersten Lebensjahren schneller als später.
Man sagt, in den ersten drei Jahren einer Katze muss man etwa fünf Menschenjahre berechnen. Eine dreijährige Katze ist somit 15 Jahre im Menschenalter. Nachdem Katzen das Alter von drei Jahren erreicht haben, kann man pro Katzenjahr von vier bis fünf Menschenjahren rechnen. Dies ist allerdings nur eine grobe Richtlinie.

Optimale Fellpflege für den Stubentiger

Jeder Katzenbesitzer kennt die lästigen Katzenhaare, die sich auf Sofa und Kleidung verteilen. Damit ihr Fellknäuel nicht allzu viel Haare verliert, ist die richtige Fellpflege essenziell. Die wichtigsten Werkzeuge hierfür sind Bürste und Kamm. Für die verschiedenen Fellarten gibt es unterschiedliche Bürsten. Beispielsweise eignet sich eine Baby-Haarbürste für Katzen mit kurzem Fell und wenig Unterwolle.
Für eine Entfilzung des Katzenfells, eignet sich hervorragend eine Bürste, mit nicht zu harten, aber dafür feinen Borsten. Eines ist sicher, mit Gewalt sollte kein Katzenfell gekämmt werden. Hierbei geht man eher vorsichtig und langsam vor, um dem Tier keinen Schaden zuzufügen. Im besten Fall entwirrt man die Knoten im Voraus mit den Fingern.
Wichtig ist, sich am Tag etwa 15 Minuten mit der Fellpflege Zeit zu nehmen und in die Richtung von Kopf bis Schwanz zu kämmen. Gegen die natürliche Wuchsrichtung zu kämmen, kann für das Tier unangenehm sein.

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