Maximilianpapagei

Maximilianpapagei

Mit wissenschaftlichem Namen heißt der Maximilianpapagei Pionus maximiliani und gehört zu den Rotsteißpapageien. Seinen Namen verdankt der Vogel Prinz Maximilian zu Wied-Neuwied, der ihn Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckt hat. Maximilianpapageien sind nicht nur schön sondern auch unterhaltsam, da die Tiere sprechen können.

Haltung von Maximilianpapageien

In den 1860er Jahren wurden die Papageien das erste Mal im Zoo von London gehalten. Da die Tiere gerne in Gesellschaft leben, sollten sie zusammen mit einem Artgenossen gehalten werden. Je früher die Tiere miteinander vergesellschaftet werden, desto enger wird die anschließende Paarbindung sein. Sein Lebensraum erstreckt sich über Nord-Argentinien bis hin zum Norden von Ceará, Piauí und Goiás in Brasilien.

Da die Tiere im Vergleich zu anderen Papageienarten einen eher ruhigen Charakter haben, eignen sie sich gut für die Wohnungshaltung. Die Tiere sollten aber nicht durchgehend im Käfig gehalten werden, sondern benötigen einen regelmäßigen Freiflug. Zudem sollte die Voliere ausreichend groß sein, sodass sich die Vögel in ihrer Behausung ausreichend bewegen und aus dem Weg gehen können.

Größe und Merkmale

Maximilianpapageien werden ca. 30 cm groß und haben einen Flügellänge von bis zu 20 cm. Daher sollen beim Kauf einer Voliere die Mindestmaße bzw. Mindestanforderungen an deren Größe nicht unterschritten werden. Für ein Vogelpaar gelten die Mindestmaße von:

  • 1 Meter Höhe
  • 1 Meter Breite
  • 2 Meter Länge

Zu groß kann eine Voliere nicht sein – daher gilt bei der Haltung – je größer die Unterkunft, desto besser. Wer die Papageien nicht direkt in der Wohnung halten möchte, kann Maximilianpapageien auch in der Freivoliere bei ausreichendem Schutz halten. Wichtig ist zudem die Luftfeuchtigkeit, die mindestens 60 bis 70 % betragen sollte.

Maximilianpapageien gehören zu den Pinusarten, welche sehr anfällig für Aspergillose, eine durch Schimmelpilze verursachte Infektion, sind. Bei der Haltung in einer geschützten Außen-Voliere darf die Mindesttemperatur nicht unter 12° Grad sinken, da es sonst zu Erfrierungen kommen kann.

Maximilianpapageien – Verhalten

Im Vergleich zu anderen Papageien gehören diese zu den ruhigen Vertretern. Dabei sind nicht alle Maximilianpapageien gleich, sodass es auch unter diesen lautere Vögel geben kann. Werden die Tiere paarweise gehalten, werden sie schnell zahm und können auch Sprechen lernen. Dazu ist es jedoch nötig, sich täglich mit den Vögeln zu beschäftigen.

Papageien, die zu zweit und in einem ausreichend großen Käfig gehalten werden, kommunizieren zwar untereinander, sind dabei aber nicht überschwänglich laut. Dennoch haben auch diese Arten Phasen, wie zum Beispiel während der Brutzeit, wo es etwas lauter werden kann. Haben die Tiere Freiflug, und nähert sich eine Gefahr,lässt sich ein schriller und lauter Ruf der Papageien hören.

Pflege von Pionus maximiliani

Damit sich die Papageien richtig entwickeln und ein gesundes, möglichst artgerechtes, Leben führen können, benötigen sie ein gut verträgliches Futter. Dabei dient eine Mischung aus verschiedenen Samen als Grundfutter:

  • 20 % Sonnenblumenkerne
  • 5 % Hanf / Hanfkerne
  • Kardi
  • Milokorn
  • Dari
  • Buchweizen
  • Hirse
  • Baumsaat
  • Glanzreis

Weizen, Gerte und Erbsen eignen sich zusätzlich auch als Keimfutter für Maximilianpapageien. Um das Futterangebot möglichst abwechslungsreich und artgerecht zu gestalten, sollten die Vögel täglich auch mit frischen Zutaten gefüttert werden, dazu eignen sich unter anderem:

  • Äpfel
  • Pfirsiche
  • Birnen
  • Beerenobst
  • Vogelmiere
  • Löwenzahn

Um die ausreichende Versorgung mit Mineralien zu gewährleisten, eignen sich Kalksteine, Vitalkalk, Grit und ähnliche Mineralstoffprodukte und Vitamine für Vögel aus dem Tierhandel. Wird mit den Vögeln auch gezüchtet, können Mehlwürmer, Insektenlarven, sowie Keimfutter und Quellfutter verwendet werden. Der Handel bietet fertige Körnerfutter Mischungen an, wenn das Futter nicht selbst gemischt werden soll.

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Maximilianpapagei – Alter und Lebenserwartung

Weibliche und männliche Tier haben die gleiche Färbung. An der Oberseite haben die Federn einen grauen Saum, während die Grundfarbe grün ist. Die Stirn der Tiere schimmert schwarz, wobei die übrigen Federn am Kopf bei beiden Geschlechtern blau bis dunkelgrau oder grünbraun gefärbt sind. Blau zeigt sich an der Oberbrust, dem Kinn und der Kehle.

An der Unterseite sind die Tiere olivgrün bis bläulich gefärbt. Die unteren Schwanzfedern haben eine rote Färbung und der Schnabel hat eine helle Hornfarbe. Im Vergleich zu älteren Tieren ist bei Jungvögeln meist eine matte Farbe zu erkennen. Jungtiere haben zudem häufig ein oranges Strinband, welches bis zu einem Alter von ca. 9 Monaten zu erkennen ist.

Nach der Eiablage dauert es knapp einen Monat, bis die Vögel schlüpfen. Nach zwei Monaten verlassen die Tiere ihr Nest und sind nach ca. einem Monat selbstständige Jungvögel, die im Alter von drei bis vier Jahren wieder geschlechtsreif werden. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Vögel liegt zwischen 30 und 40 Jahren.

Maximilianpapagei kaufen – Was beachten?

Wer sich einen Maximilianpapagei kaufen möchte, sollte zuerst einmal an den Platz denken. Die Vögel müssen paarweise gehalten werden und benötigen eine dem entsprechend große Voliere. Zudem brauchen die Papageien regelmäßig Freiflug. Nicht zu unterschätzen ist auch das Alter, welches die Vögel erreichen können.

Wer jedoch bereit ist, sich die nächsten 30 oder 40 Jahre um sein Haustier zu kümmern, kann sich über einen solchen Papagei freuen. Kaufen sollte man Maximilianpapageien allerdings nur bei einem seriösen Anbieter. Es ist wichtig, den Vogel vorab anzuschauen und sich seine Lebensgeschichte erzählen zu lassen.

 

Vogelzüchter oder Tierheim?

Nicht nur Vogelzüchter verkaufen diese Papageienart, sondern auch im Tierheim kann man mit ein wenig Glück fündig werden. Allerdings haben viele dieser Tiere ein trauriges Schicksal hinter sich und zeigen sich nicht von Beginn an zutraulich. Im Durchschnitt kostet eine Maximilianpapagei mehrere Hundert Euro, und auch die weitere Haltung der Tiere ist nicht kostenlos.

Kosten für die Erstausstattung: Neben dem Futter kommen weitere Kosten für die Erstausstattung dazu. Zu den unverhofften Kosten, die bei der Papageienhaltung anfallen können, gehören auch Tierarztkosten.

Während beim Papageien keine Impfkosten anfallen, ist es ratsam, das Tier nach dem Kauf einem Tierarzt vorzustellen, und dort einen Abstrich von Kloake und Kropf machen zu lassen. So können eventuell krankmachende Keime schnell erkannt und direkt behandelt werden.