Sport mit Hund

Wer mit einem aktiven Vierbeiner zusammenlebt, sollte sich natürlich Gedanken darüber machen, wie er diesen am besten artgerecht auslasten kann. Sonst kann es nämlich schnell zu Langeweile beim Hund kommen. Damit das nicht passiert, eignen sich verschiedene Sportarten, für welche der Vierbeiner jedoch einige Voraussetzungen mitbringen sollte.

Voraussetzungen für Sport mit Hund

Um gemeinsam mit dem Hund sportlich aktiv zu sein, sollte der Vierbeiner einige Voraussetzungen mitbringen. Zunächst sollte er ausgewachsen sein, damit das Knochengerüst bereits vollständig entwickelt ist. Bei kleineren Rassen kann das bis zu einem Jahr dauern, bei größeren Hunderassen sogar bis zu zwei Jahren. Zudem muss der Hund zwingend gesund sein, damit er keine körperlichen Schäden von sportlichen Aktivitäten davonträgt. Darüber hinaus sollte man sich informieren, ob die eigene Rasse überhaupt für verschiedene Sportarten geeignet ist. Hunderassen wie Möpse oder Englische Bulldoggen sind meist weniger geeignet, wohingegen Rassen wie der Husky oder der Retriever perfekt geeignet sind. Vor sportlichen Aktivitäten lässt man seinen Hund daher am besten von einem Tierarzt durchchecken. Dieser kann gesundheitliche Bedenken ausschließen und Erfahrungswerte zur jeweiligen Rasse in Bezug auf die Eignung für die jeweilige Sportart teilen.

Sport mit Hund: Welche Möglichkeiten gibt es?

Die Vielfalt für Sportarten mit Hund ist schier unendlich. Im Folgenden werden daher einige der beliebtesten Sportarten vorgestellt.

Radfahren mit Hund

Entspannte Fahrradtour und der Vierbeiner soll mit? Dann legt man sich am besten einen Fahrradanhänger zu, um eine gute Mischung aus selbst am Rad mitlaufen und mitfahren im Anhänger zu ermöglichen. Wichtig ist, dass der Hund beim Mitlaufen nicht ins Rad laufen kann, dafür gibt es spezielle Konstruktionen, welche am Rad und am Geschirr des Hundes befestigt werden können. Zudem sollte dem Vierbeiner nicht zu viel zugemutet werden. Pausen zum Erholen und Trinken zwischendurch sind Pflicht, zusätzlich ist auf die Außentemperatur zu achten. Wenn es uns zu warm wird, dann ist es dem Vierbeiner bereits lange zu heiß. Radfahren bei solchen Temperaturen ist dann absolut tabu.

Joggen mit Hund

Joggen mit Hund ist ebenfalls eine tolle Möglichkeit, um zusammen entspannt aber dennoch aktiv unterwegs zu sein. Bevor man mit dem Joggen beginnt, sollte langsam Kondition beim Hund aufgebaut werden, denn auch der Mensch startet nicht gleich mit den größten Runden. Außerdem sollte der Hund vor jeder Joggingrunde eine ausführliche Gassirunde nur für sich bekommen. In dieser Zeit kann er ausgiebig schnüffeln und seine Geschäfte erledigen, denn beim Joggen wird das kaum möglich sein. Unverzichtbar ist darüber hinaus, auf die Zeichen des Hundes zu achten. Sollte dieser sich verweigern, sollte das Training umgehend abgebrochen werden. Was darüber hinaus beim Joggen mit der Fellnase zu beachten ist, kann in diesem Ratgeber nachgelesen werden.

Agility mit Hund

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Agility ist vor allem für aktive und lernwillige Hunde gut geeignet. Bei diesem Sport absolviert der Hund einen aufgebauten Parcours, welcher zum Beispiel aus Reifen, Tunneln und Sprunghindernissen bestehen kann. Natürlich wird der Vierbeiner diesen Parcours nicht beim ersten Mal fehlerfrei absolvieren, aber genau darum geht es, das zu trainieren. Vor allem zu Beginn kann der Hund hierbei mit Leckerlis motiviert werden, denn dann wird er recht schnell merken, was genau bei den jeweiligen Hindernissen von ihm gefordert wird. Wer die Sache professionell angehen möchte, kann Agility sogar als Vereinssport mit Turnieren ausüben. Wichtig ist auch hier wie bei jeder anderen Sportart: der Hund muss Spaß dabei haben, alles andere macht keinen Sinn.

Canicross mit Hund

Diese Sportart ist noch relativ jung, gewinnt aber zunehmend an Beliebtheit. Beim Canicross handelt es sich um eine Art Geländelauf, bei welchem Hund und Halter über einen Bauchgurt miteinander verbunden sind und durch ein flaches oder hügeliges Gelände laufen. Der Unterschied zum Joggen ist, dass hier der Hund das Tempo bestimmt. Auch der Halter hat also ein recht hohes Tempo und wird dabei noch vom Hund gezogen. Vor allem für begeisterte Zughunde wie Huskys ist dieser Sport natürlich ideal, denn hier können sie sich so richtig auspowern. Wem Canicross zu schnell und zu anstrengend ist, der kann übrigens auch auf die langsamere Variante namens Caniwandern ausweichen. Diese funktioniert nach dem gleichen Prinzip, nur eben in einem etwas gemütlicherem Tempo.

Tanzen mit Hund

Schon einmal etwas von Dogdancing gehört? Wer selbst musikalisch ist und das mit seinem Vierbeiner in Einklang bringen möchte, für den könnte die Sportart perfekt sein. Beim Dogdancing geht es aber nicht darum, dass der Hund tanzt, wie man es sich im klassischen Sinne vorstellt. Vielmehr entwickelt man gemeinsam mit dem Hund aus verschiedenen Gehorsamsübungen wie Sitz, Männchen oder Dreh dich eine Art Choreographie, welche dann am Ende zu einer passenden Musik ausgeführt wird. Dogdancing hat den Vorteil, dass man hier genau die Elemente einbauen kann, die der Hund mag und besonders gut kann. Sämtliche Übungen können auf die individuellen Vorlieben des Vierbeiners abgestimmt werden. Dogdancing eignet sich zudem für jeden Hund unabhängig davon, wie schnell oder groß er ist.

Stand up Paddling mit Hund

Stand up Paddling (SUP) mit Hund ist vor allem in den warmen Monaten eine tolle Idee, um sportliche Aktivität mit Abkühlung zu verbinden. Man selbst sitzt oder steht dabei auf dem Board und paddelt, der Hund sitzt einfach davor, genießt die Aussicht und lässt sich über einen See chauffieren. Toben und Schwimmen im Wasser ist dabei selbstverständlich jederzeit möglich. Wichtig bei dieser Sportart ist, dass sie für den Hund langsam aufgebaut wird. Erst das Board in der Wohnung hinlegen, damit der Hund den neuen Gegenstand kennenlernen kann. Dann Stück für Stück auf- und absteigen, Wellen mit leichtem Wackeln des Boards simulieren. Dann kann es auch schon zum See gehen. Die etwas aufwändigere Vorarbeit ist übrigens wichtig, damit der Vierbeiner keine Angst bekommt und er die Touren ganz entspannt gemeinsam mit seinem Menschen genießen kann.

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